Hassan: “Fest entschlossen”

Hassan: "Fest entschlossen"

Jordanien hat in der Qualifikation für die FIFA WM 2014 vermutlich seine beste Leistung seit der ersten Teilnahme im Vorfeld der FIFA WM 1986 abgeliefert und als Dritter der Gruppe B den Einzug in die fünfte und letzte Runde geschafft.

Die ersten beiden Gruppenplätze belegten Japan und Australien. Jordanien kann in der nun folgenden fünften Runde durch einen Sieg gegen Usbekistan (Dritter der Gruppe A) Millionen Menschen in der Heimat den großen Traum erfüllen.

Dann würde das Team nämlich gegen den Fünften der südamerikanischen Qualifikationsspiele antreten und hätte dabei die Chance, das Brasilien-Ticket zu lösen.

Die beiden Partien gegen Usbekistan sind für den 6. September in Amman und für den 10. September in Tashkent angesetzt. Innerhalb der jordanischen Mannschaft ist es derweil zu unerwarteten Veränderungen gekommen: Der überraschend zurückgetretene irakisch-stämmige Auswahltrainer Adnan Hamad wurde durch die ägyptische Stürmerlegende Hossam Hassan ersetzt.

Dieser ist ein Schüler des legendären Trainers Mahmoud El Gohary, der im vergangenen Jahrzehnt für revolutionäre Veränderungen innerhalb der jordanischen Auswahl gesorgt hatte.

Hossam Hassan traf sich wenige Tage vor den beiden großen Begegnungen zu einem Interview mitFIFA.com. Darin verriet er uns seine Eindrücke und Erwartungen.

Hohe Ziele
Hossam Hassan hat die Arbeit erst Mitte Juli aufgenommen. Zwei Monate später steht er bereits vor einer entscheidenden Herausforderung: “Als ich antrat, war mir bewusst, dass es keine einfache Sache werden würde. Dies kein günstiger Zeitpunkt für die Vorbereitung auf eine so wichtige Aufgabe. In der WM-Qualifikation trafen wir nur einen Monat nach Aufnahme des Trainings auf die syrische Auswahl. Das war viel zu wenig Zeit, um noch groß Freundschaftsspiele zu organisieren. So mussten wir uns mit zwei Testspielen gegen Palästina und Libyen zufrieden geben. Nach dem Spiel gegen Syrien hätten wir noch gern ein weiteres Spiel veranschlagt – was aber nicht möglich war, weil die meisten unserer Leute in ihren Vereinen beschäftigt waren. So habe ich das Spiel gegen Irak abgesagt. Ein intensives Training musste als Wettkampf-Vorbereitung genügen.”

“Ich hätte mir mehr Spiele gewünscht. Doch dafür war der Zeitrahmen zu knapp. Glücklicherweise waren mir die Spieler bereits bekannt. Ich hatte außerdem während der Qualifikation ihre Leistungen verfolgt. So war das Eis zwischen mir und den Spielern schnell gebrochen. In den drei gemeinsamen Spielen habe ich meine Leute auf zahlreiche positive, aber auch auf negative Aspekte hingewiesen. Bei unseren intensiven Vorbereitungen haben wir daran gearbeitet. Die Mannschaft ist bereit für das Spiel. Sie ist fester entschlossen als je zuvor.”

Hossam Hassan und seine Spieler wissen nur zu gut, dass diese Begegnung nicht mit den vorherigen Spielen vergleichbar sein wird. Das Team kann sich zwar auch ohne Sieg qualifizieren. Doch haben dieNashama ihr Ziel für die beiden Spiele klar definiert: “Wir wissen, dass uns eine schwierige Aufgabe bevorsteht. Genau deshalb müssen wir vor den beiden Spielen unsere Ziele klar abstecken. Ich betrachte das Hin- und Rückspiel so wie eine erste und zweite Halbzeit. Die erste findet in Amman statt, die zweite vier Tage später in Tashkent. Wir müssen in Amman ein positives Ergebnis einfahren, um das Rückspiel auswärts mit Selbstvertrauen angehen zu können. Die Taktik und die Mannschaftsaufstellung richten sich nach dem Ergebnis des Hinspiels, auf das wir uns schon sehr freuen.”

Die jordanische Auswahl hat sich in ihren Heimspielen bisher kompromisslos präsentiert. In der ersten Runde ging keine einzige Begegnung verloren. Es wurden sogar zwei historische Siege gegen Japan und Australien eingefahren – beides Mannschaften, die sich bereits für Brasilien qualifiziert haben. Hassan ist sicher, dass seine Spieler im Stadion Roi Abdallah noch ein Stück stärker sind: “In Amman zeigen wir uns immer sehr kämpferisch. Die vielen Anhänger motivieren die Spieler. Das temporeiche Spiel ist ein wichtiges Element unserer Offensive. Wir dürfen aber nichts überstürzen. Schließlich wollen wir keine unnötigen Ballverluste provozieren, bei denen wir dem Gegner auf dem Silbertablett Chancen präsentieren. Wir haben noch andere Trümpfe in der Hinterhand, die wir in dieser Partie einsetzen können und auch werden.”

“Wir müssen Fehler vermeiden und im Angriff konzentriert agieren. Das Team verfügt offensiv über ein gutes Niveau. Wir haben da verschiedene Möglichkeiten und stützen uns auf das flüssige Zusammenspiel unserer Leute. Ich hoffe, dass wir bei der ersten Begegnung Erfolg haben werden. Ausgehend davon bauen wir unsere Taktik für das Rückspiel auf.” Zum Gegner meint Hassan: “Wir haben uns die letzten beiden Spiele der Usbeken angesehen und ihre Stärken sowie ihre Schwächen ausgemacht. Ihr Spiel baut auf körperlicher Robustheit und Tempo auf.”

Hossam Hassan fuhr damals mit seinem Bruder und jetzigen Assistenten Ibrahim zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Italien 1990™, nachdem Hassan in der Qualifikation das entscheidende Tor gegen Algerien erzielt hatte. Jetzt hofft er natürlich, erneut an diesem Wettbewerb teilnehmen zu dürfen: “Die Weltmeisterschaft ist der Traum eines jeden Spielers. Ich habe dort unvergessliche Augenblicke erlebt. Und das vermittle ich meinen Leuten. Sie wollen unbedingt beim größten Fussballturnier der Welt dabei sein und damit das Ziel ihrer großen Mission erreichen.”

 

FIFA.com

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